Leider gibt es Menschen, den Regenwald rigoros abholzen um das Holz für eigene Zwecke zu nutzen. Andere widerum fällen die Bäume, um auf den freigewordenen Flächen Soja anzupflanzen, das dann zu Tierfutter verarbeitet wird. Daß dabei andere Tiere ihren angestammten Lebensraum verlieren und zum Untergang verurteilt sind, stört diese Menschen nicht im Geringsten. Dann gibt es noch die, die den Regenwald abholzen, um dort nach Erdöl zu bohren. Und da das gewonnene Öl irgendwie zum Meer geschafft werden muß, werden lange Pipelines gebaut - quer durch den Urwald.
Nun frage ich Euch: Können wir da tatenlos zusehen?
Weil es Menschen gibt, die nicht tatenlos zusehen wollen, wurde der Verein “Rettet den Regenwald e.V.” gegründet.
Es gibt eine schöne Möglichkeit, etwas zu tun: Ihr könnt ein Stück Regenwald verschenken. Das ist etwas Greifbares und nützt der ganzen Erde. Wenn Ihr das tun wollt, dann könnt Ihr es hier!
Wer sich für den Erhalt der Regenwälder, ihre Bewohner und soziale Reformen einsetzt, stört die Kreise von Holz- und Viehbaronen, Öl- und Bergbaukonzernen, westlichen Banken und korrupten Politikern. Sie alle profitieren kurzfristig von der Zerstörung der Regenwälder, während Nomaden, Kautschukzapfer, Indianer und kleine Waldbauern auf die Regenwälder als Lebensgrundlage angewiesen sind.
Ohne internationale Hilfe sind die Regenwaldmenschen häufig machtlos, weil sie als Minderheiten diskriminiert werden oder weil ihnen die finanziellen Mittel fehlen, ihre Rechte durchzusetzen.
Der Verein unterstützt die Kämpfer für den Regenwald, beispielsweise die Indianer aus Sarayacu im südlichen Amazonas von Ecuador, die sich verzweifelt gegen Ölausbeutung auf ihrem traditionellen Stammesgebiet wehren. Oder die Pygmäen in Zentralafrika, deren Heimat von Holzkonzernen vernichtet wird, darunter auch deutsche. Oder die Umweltorganisation Walhi auf der indonesischen Insel Sumatra, die dort für die Menschen kämpft, deren Wälder zu Papier verarbeitet werden oder Palmölplantagen weichen müssen. Die Regenwälder haben eine unglaubliche Artenvielfalt und äußerst komplexe Wechselbeziehungen hervor gebracht. Genau das macht sie verwundbar, und deswegen müssen wir jeden Tag für ihren Schutz kämpfen.
"Rettet den Regenwald" wurde 1986 von Reinhard Behrend gegründet, der auch heute noch der Vorsitzende ist. "Rettet den Regenwald" ist eine politisch unabhängige Umweltorganisation, die sich konsequent für die Regenwaldmenschen und ihre Lebensräume einsetzt. Sie bekommt keine Zuschüsse von Staat oder Wirtschaft und finanziert sich fast ausschließlich über Spenden. Inzwischen unterstützen sie rund 2500 Menschen mit einem Spenden-Jahresabo sowie Tausende mit großen und kleinen Einzelspenden.
Die Lobby- und Informationsarbeit in Deutschland bildet einen Schwerpunkt der Arbeit. "Rettet den Regenwald" informiert die Öffentlichkeit über die deutsche Beteiligung an der Regenwaldzerstörung, zeigt die Ursachen auf, nennt die Täter beim Namen und versucht direkt in Deutschland Einfluss auf so genannte Entwicklungspolitik und die Geschäfte von Banken und Konzernen zu nehmen. Natürlich wendet sich "Rettet den Regenwald" auch an die Verbraucher/innen in Deutschland, die mit bewusstem Kaufverhalten, Protestaktionen und privatem Engagement zum Regenwaldschutz beitragen können.
Wichtige Informationsquellen über die Arbeit sind neben der Homepage der viermal jährlich erscheinende Regenwald Report, sowie Broschüren, Studien und Hintergrundpapiere, die als pdf-Dateien oder über das Büro erhältlich sind. Teil der Öffentlichkeitsarbeit sind direkte Kontakte zu den Medien, Einzelgespräche mit Politikern und Wirtschaftsleuten sowie Infoveranstaltungen zu speziellen Themen. Dabei versucht "Rettet den Regenwald" stets die Sichtweise der von Regenwaldzerstörung Betroffenen in den Mittelpunkt zu stellen und für ihre Rechte auf intakte Lebensräume zu kämpfen.
Der zweite Schwerpunkt setzt direkt in den Regenwaldländern an. Dort unterstützt "Rettet den Regenwald" Basisgruppen, die sich für Waldschutz, indigene Rechte, sozialen Fortschritt und nachhaltige Entwicklung einsetzen. Und sie beteiligen sich an Protestkampagnen in den Ländern gegen Holzeinschlag aus Raubbau, Umwelt zerstörende Ausbeutung so genannter Bodenschätze wie Öl, Gold, Erze oder Diamanten oder die Überflutung riesiger Waldflächen als Folge von Großstaudämmen. "Rettet den Regenwald" hilft den betroffenen Menschen mit Geldern für den Kauf von Regenwaldflächen, Protestkampagnen per Fax oder e-mail oder finanzieller Unterstützung zur Durchführung juristischer Schritte. Bei Bedarf finanziert und organisiert "Rettet den Regenwald" Lobbybesuche in Deutschland von Menschen, die in ihrer Heimat für den Erhalt ihrer Regenwälder kämpfen, sofern ihre Lebensräume durch die Politik deutscher Konzerne, Banken oder Ministerien bedroht sind.
"Rettet den Regenwald" kooperiert mit deutschen und internationalen Umwelt-, Eine Welt- und Menschenrechtsgruppen. Dazu gehören Pro Regenwald, Urgewald, ARA, Greenpeace, Rainforest Foundation (UK), Amazonwatch (USA), Accion Ecologica (Ecuador), Rainforest Information Centre (Australien), Rainforest Action Network (USA), Environmenatl Defense (USA) und viele andere.
"Rettet den Regenwald" ist vom Finanzamt Hamburg als gemeinnützig anerkannt, Spenden können daher steuerlich geltend gemacht werden. Im November 2002 untersuchte die Zeitschrift "Öko-Test" den Umgang mit Spenden und gab "Rettet den Regenwald" die Note "sehr gut". Insgesamt hatte die Zeitschrift bei 19 deutschen Umweltorganisation die Verwendung von Spenden untersucht. Außer "Rettet den Regenwald" bekamen nur zwei andere Organisationen ebenfalls die Note "sehr gut".
http://www.regenwald.org
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